Herpes

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Herpes ist eine häufige Infektionskrankheit, die durch Herpes-simplex-Viren (HSV) verursacht wird. Die Infektion kann sowohl oberflächlich als auch tiefer sitzend sein und ist in den meisten Fällen durch sexuellen Kontakt übertragbar. Die Symptome reichen von einem leichten Ausschlag über Schmerzen und Juckreiz bis hin zu Blasen und Geschwüren. Die Infektion kann schwerwiegende Komplikationen hervorrufen, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Erkältungen, Gehirnentzündungen oder Infektionen der Atemwege. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen, die an Herpes leiden, medizinische Behandlung erhalten.

Was ist Herpes?

Herpes ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die durch Schmerzen und Bläschenbildung an der Haut und an Schleimhäuten charakterisiert ist. Es gibt über hundert verschiedene Herpesviren, die unter anderem Herpes simplex, Windpocken, Gürtelrose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Genitalherpes und Hirnhautentzündung auslösen können.

Herpes-Viren sind extrem ansteckend, da sie auch durch direkten Hautkontakt, Tröpfcheninfektion und über das Blut übertragen werden können. Symptome können Schmerzen, Juckreiz, Bläschenbildung, Schwellungen, Rötungen, Fieber und Müdigkeit sein.

Die Behandlung der meisten Fälle umfasst die Einnahme von antiviralen Medikamenten und die Anwendung von starken Schmerzmitteln.

Formen von Herpes

Es gibt über hundert verschiedene Herpesviren, die unter anderem Herpes simplex, Windpocken, Gürtelrose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Genitalherpes und Hirnhautentzündung auslösen können. Herpes simplex ist eine häufige Infektion, die als Typ 1 und Typ 2 bezeichnet wird.1

  • Typ 1 betrifft üblicherweise die Lippen und das Gesicht und wird als Lippenherpes bezeichnet.
  • Typ 2 betrifft normalerweise die Genitalregion und wird als Genitalherpes bezeichnet. Windpocken (Varizella zoster) ist eine weitere häufige Infektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie wird durch ein Fieber und ein Hautausschlag mit Blasen gekennzeichnet.
  • Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Infektion, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie ähnelt Windpocken, jedoch mit dem Unterschied, dass sie eine einzelne Linie von Blasen bildet, die sich wie ein Gürtel um den Körper zieht.
  • Pfeiffersches Drüsenfieber ist eine viral bedingte Erkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht wird und Fieber, Müdigkeit und Halsschmerzen verursacht.
  • Hirnhautentzündung (Meningitis) ist eine schwere Entzündung der Hirnhaut, die durch verschiedene Viren, Bakterien und Pilze verursacht werden kann.

Lippenherpes

Lippenherpes (Herpes labialis) ist eine häufige Infektion, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 verursacht wird. Es wird durch verschiedene Symptome wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen in den Lippen, ein Gefühl der Kälte oder Hitze auf der betroffenen Stelle und schließlich einem Ausschlag mit Bläschen gekennzeichnet. Die Bläschen sind voll von einer klaren Flüssigkeit, die einen bestimmten Geruch hat. Nach ein paar Tagen platzen die Bläschen auf und bilden kleine rote Flecken, die schließlich verschwinden.

Diese Infektion ist ansteckend, daher ist es wichtig, dass man seine Hände häufig wäscht, wenn man sich an einer infizierten Stelle berührt hat. Es ist auch wichtig, dass man sein Gesicht nicht berührt, insbesondere wenn man sich an einer infizierten Stelle berührt hat.

Die Behandlung in den meisten Fällen umfasst die Einnahme von antiviralen Medikamenten und die Anwendung von starken Schmerzmitteln. Es ist auch wichtig, dass man sich ausreichend entspannt, viel trinkt und ausreichend Schlaf bekommt.

Genitalherpes

Genitalherpes ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 verursacht wird. Es wird durch eine Gruppe von Symptomen wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen in der Genitalregion, ein Gefühl der Kälte oder Hitze auf der betroffenen Stelle und schließlich einem Ausschlag mit Bläschen gekennzeichnet. Die Bläschen sind voll von einer klaren Flüssigkeit, die einen bestimmten Geruch hat. Nach ein paar Tagen platzen die Bläschen auf und bilden kleine rote Flecken, die schließlich verschwinden.

Diese Infektion ist ansteckend, daher muss man beachten, dass man während eines Ausbruchs auf Sex verzichtet und sich auch sonst an geeignete Hygienemaßnahmen hält. Die Behandlung umfasst in den meisten Fällen die Einnahme von antiviralen Medikamenten und starken Schmerzmitteln. Es ist auch wichtig, dass man sich ausruht, viel Flüssigkeit zu sich nimmt und ausreichend schläft.

Welche Symptome treten bei Herpes auf?

Die häufigsten Symptome einer Herpes-Infektion sind:

  • kleine, schmerzhafte Bläschen an der betroffenen Stelle auf der Haut
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • starke Schmerzen an der betroffenen Stelle

Es können auch Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auftreten. Eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus kann auch zu Augenentzündungen, Gehirnhautentzündungen, Herzentzündungen und anderen Komplikationen führen.

Der Übertragungsweg von Herpes

Die Übertragung von Herpes erfolgt zumeist durch Kontakt mit infizierten Schleimhäuten. Dies kann einerseits über direkten Kontakt zwischen infiziertem und nicht infiziertem Partner erfolgen, andererseits aber auch durch Kontakt mit infizierten Gegenständen oder durch Tröpfcheninfektionen, wobei das Virus durch Atemluft oder Speichel übertragen werden kann. Bei schwangeren Personen kann es auch zu einer Infektion des ungeborenen Kindes kommen.

Die Symptome  treten normalerweise innerhalb von 3 bis 7 Tagen nach der Ansteckung auf. Die Bläschen, die an der betroffenen Stelle auftreten, öffnen sich nach wenigen Tagen und hinterlassen kleine Wunden. Diese Wunden verheilen innerhalb von ein bis zwei Wochen, allerdings können auch Narben zurückbleiben.

Schutz vor Herpes

Um sich vor einer Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus zu schützen, ist es wichtig, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Dazu gehört, dass man sich regelmäßig die Hände wäscht und vermeidet, in Kontakt mit infizierten Personen zu kommen. Auch der direkte Kontakt mit infizierten Schleimhäuten ist zu vermeiden, um eine Übertragung zu verhindern.

Bei einer Schwangerschaft kann eine Impfung gegen Herpes Zoster eine Ansteckung des ungeborenen Kindes verhindern.2 Auch wenn man noch nicht infiziert ist, sollte man sich frühzeitig impfen lassen, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Wenn man bereits infiziert ist, kann man durch die Einnahme von Antivirals die Symptome lindern und die Dauer der Infektion verkürzen.

Um sich vor einer Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus beim Geschlechtsverkehr zu schützen, sollte ein Kondom verwendet werden. Dies kann dazu beitragen, die Übertragung des Virus zwischen den Partnern zu verhindern. Es ist auch wichtig, dass man regelmäßig auf Anzeichen einer Herpes-Infektion achtet und bei Verdacht auf eine Infektion einen Arzt kontaktiert.

Behandlungsmethoden für Herpes

Die Behandlung von Herpes hängt davon ab, welchen Herpes-Virus der Betroffene hat. Die am häufigsten vorkommenden Herpes-Viren sind das Herpes Simplex Virus (HSV) 1 und 2. Beide werden durch den direkten Kontakt zu infizierter Haut oder Schleimhaut übertragen.

Bei einer infizierten Person mit Herpes Simplex Virus (HSV) 1 oder 2 wird die Behandlung mit oralen antiviralen Medikamenten wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir durchgeführt. Diese Medikamente linden die Dauer und die Schwere der Symptome und können das Risiko einer Übertragung auf andere Personen verringern.

Bei schwereren Verläufen kann auch eine lokale Anwendung von Aciclovir-Creme oder -Salbe zu einer schnelleren Heilung beitragen. Diese werden auf die betroffene Stelle der Haut aufgetragen.

In seltenen Fällen kann eine intravenöse Behandlung mit Aciclovir notwendig sein.

Es ist essentiell, dass der Erkrankte ein gutes Hygieneverhalten beibehält, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Nachdem die betroffenen Hautstellen berührt wurden, müssen die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Zudem sollte der Patient auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Die Folgen einer Herpes-Erkrankung

Die Folgen einer Herpes-Erkrankung können je nachdem, welches Herpes-Virus der Patient hat, unterschiedlich ausfallen. Die am häufigsten auftretenden Folgen sind Hautausschläge, Juckreiz und Schmerzen an den betroffenen Stellen. Bei Herpes Simplex Virus (HSV) 1 und 2 können auch Narben an den betroffenen Stellen zurückbleiben. Diese können zu Schmerzen führen und ästhetisch unerwünscht sein.

Es besteht auch das Risiko von Komplikationen, die zu schwerwiegenden Verläufen führen können, wie zum Beispiel Augenentzündungen, Hirnhautentzündungen oder sogar eine Sepsis (Blutvergiftung), wenn das Herpes-Virus im Blutkreislauf ist. Außerdem kann das Herpes-Virus auf das Nervensystem übergreifen und irreparable Nervenschädigungen verursachen.

Schwangere Personen, die sich mit Herpes infizieren, können das Virus auf das ungeborene Kind übertragen und schwere Komplikationen verursachen. Diese umfassen Fehlgeburten, Frühgeburten und den Tod des Babys. Deshalb gilt die Empfehlung für Schwangere, die eine Herpes-Infektion haben, die Geburt in einer Krankenhausumgebung durchzuführen.

Quellennachweise

1 Gesundheitsinformationen.de (08.09.2021): Lippenherpes. Online verfügbar: https://www.gesundheitsinformation.de/lippenherpes.html, zuletzt geprüft am 01.03.2023

2 Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Gürtelrose (Herpes Zoster). Online verfügbar: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/G%C3%BCrtelrose-(Herpes-Zoster).html, zuletzt geprüft am 01.03.2023